Nouvelles 2006

Brief aus Grandchamp 2006

Die Quelle freilegen

Die Gnage der Vergebung

Grundlage unseres Gemeinschaftslebens und wie ein Wunder Gottes für uns bleibt: die Vergebung. Wir drücken sie durch eine Geste der Annahme und des gegenseitigen Verzeihens aus, doch Gott selbst ist es, der durch uns annimmt und verzeiht. Wir wenden uns bewusst gemeinsam der Quelle zu und bleiben dort, am Fusse des Kreuzes, um unsere Erde und alle unsere Beziehungen vom Strom der Barmherzigkeit «bewässern» zu lassen. Kaum ein Moment ist stärker und dichter als dieser, wo Gott sich so unter uns mitteilen kann.

«Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.»

Diese Bitte Christi an seinen Vater hört nie auf, in der Stille nachzuklingen. Seine am Kreuz geöffneten Arme sind für immer zum Segen über alle Völker der Erde ausgebreitet, als Kraft der Liebe Gottes. «Vergib ihnen…», so das erste der sieben Worte Jesu am Kreuz, wie um auszudrücken, dass die Vergebung immer vorrangig ist und uns ein Leben lang bedingungslos gewährt wird. Wir brauchen sie weder zu verdienen, noch zu erbetteln. Gottes Freude ist es zu vergeben, und diese Freude bedarf unserer Annahme. Wir brauchen dieses grosse Geschenk nur zu feiern. In unseren Gesten drückt sich unser Glaube an die Kraft aus, welche allein in der Lage ist, die Welt – und zuallererst unser Herz – zu verwandeln: Kraft der Gewaltfreiheit des Evangeliums, der Feindesliebe und des Verzeihens, Macht der in unserem Leben wirksamen Auferweckung.

«O Gott, in deiner Gnade, verwandle die Welt.» Dieses Gebet von der Vollversammlung des ÖRK in Porto Alegre bewegt uns, weil sich in ihm das tiefe Verlangen nach einem Leben in Fülle, nach Gerechtigkeit und Frieden, Solidarität und Geschwisterlichkeit ausdrückt. Dieser Sehnsucht stehen jedoch viele Hindernisse im Weg, in uns, unter uns und unter den Völkern, in dem Welt-Dorf, wo es so schwierig ist, bei aller Verschiedenheit das Zusammenleben zu lernen. Geheimnis des Kreuzes inmitten von «Gemeinschaft und Anderssein».

Dieses Gebet fordert uns ganz und gar, denn wir sind uns dessen bewusst, dass die Verwandlung vor allem durch das Weitwerden unseres eigenen Herzens geschieht, durch unsere Fähigkeit, uns für das Anderssein zu öffnen; es drängt uns dazu, Vertrauen und Versöhnung zu wagen und die Begegnung mit anderen zu suchen, die uns möglicherweise verletzt haben. Ist dieses Gebet nicht durch Christi Leben und Auferstehen und durch die Gabe des Heiligen Geistes verwirklicht worden? Alles ist vollbracht und alles bleibt noch zu tun. Denn Gott handelt nicht an unserer Stelle, sondern lässt uns frei, in unendlichem Respekt. «Gott erwartet alles von uns, aber zuerst schenkt  er uns alles», sagte Mère Geneviève. Er lädt uns ein, uns auf den Weg Jesu mitnehmen zu lassen und auf Ihn zu schauen, der das Böse nicht mit dem Bösen beantwortete, der nicht zurückschlug, wo Ihm Gewalt widerfuhr. Er hat bis zuletzt geliebt. «Lieben, das ist schnell gesagt. Verzeihen bedeutet, bis zum Äussersten der Liebe zu gehen» (Fr. Roger). Verzeihen geht über das Vernünftige hinaus. Da sterben wir unserem «Recht», um für jene grössere Liebe geboren zu werden, die uns zur Selbsthingabe befähigt.

Vor seinem Leiden hat sich Jesus vom Tisch erhoben, um seinen Jüngern die Füsse zu waschen. «Wer mich sieht, sieht den Vater.» Diese Geste symbolisiert die Lebenshingabe Jesu und begründet die Gemeinschaft unter den Jüngern. Zu ihnen und zu uns heute sagt er: «Bleibt in meiner Liebe». Bleibt… nehmt sie an, lasst sie in euch und unter euch leben, kommt zurück zu dieser Quelle, die euch stets offen steht. «Daran werden euch alle als meine Jünger erkennen, dass ihr einander liebt.»

Wieso Gott uns dazu beruft, gemeinsam etwas von dieser Liebe auszustrahlen, ist sein Geheimnis. Denn wir beten und lieben ja nicht besser als andere, sondern so wie wir sind, mit unseren Gaben, Reichtümern, Schwierigkeiten und Schwächen. Angesichts der Aufforderung, zu lieben und siebenundsiebzigmal zu vergeben, fühlen wir uns oft 

«Vater, vergib ihnen,

denn sie wissen

nicht, was sie tun.»

hilflos. Es gelingt uns so wenig und so schlecht. Nur allzu leicht verletzen wir andere, oft ohne es zu merken. Gott jedoch hält sich nicht mit unserer Unfähigkeit zu lieben, mit unserer Untreue, unseren Fehltritten und Widerständen auf. Er sieht weiter und tiefer, kennt unser Herz und sein wahres Verlangen. Gott lädt uns ein, nichts zurückzuhalten, weder das Böse, das wir getan, noch das, welches wir erlitten haben. Lieben… entscheidend ist nicht das Gelingen, sondern das ständig neue Beginnen, das Akzeptieren unserer Unfähigkeit und Armut, die uns zur Quelle zurückführen, zu Christus, dem Auferstandenen.

Der Sinn unserer liturgischen Feier liegt darin, dafür Raum zu lassen, dass Gott selbst Versöhnung stiftet. Er tut das trotz unserer Schwierigkeiten und Widerstände, trotz unseres Unvermögens zu vergeben. Das gegenseitige Verzeihen, das wir Tag für Tag zu leben haben, wird dadurch nicht ersetzt, doch während dieser Feier will Gott von uns nichts anderes, als dass wir uns anvertrauen, und zwar mit allen widersprüchlichen Gefühlen, die wir haben mögen. Indem wir einwilligen, einfach geschehen zu lassen und vor dem zurückzutreten, der unter uns wirkt, bricht FREUDE auf. Denn die empfangene und geschenkte Vergebung legt in uns eine Quelle frei: das Leben Gottes in uns.

«Was ich für euch getan habe, das tut auch ihr füreinander… Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt.» (Joh 13, 15-17)


Porto Alegre

Diese Freude der Vergebung ermöglicht das Zusammenleben und das Zugehen auf die anderen und den Anderen. Das hat Sr. Anne-Emmanuelle im Februar 2006 bei der 9. Vollversammung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Porto Alegre, Brasilien, auf besondere Weise erlebt:

«Wie lässt sich eine tiefe geistliche Erfahrung von Leben in Worte fassen? Eine solche nämlich war für mich die Vollversammlung, “eine Feier des Lebens, a festa da vida”, wie Samuel Kobia sie nannte. Ja, was für eine Lebenskraft, Kraft zum Auf- Erstehen, geht von der weltweiten Kirche,  dem Leib Christi, aus, wo sie als “geschwisterliche Gemeinschaft der Kirchen” versammelt ist, wie wir es erlebten. Diese Gemeinschaft liess Raum für Unterschiede, Schwierigkeiten und Leiden, die jedoch durch das Thema erhellt wurden: “O Gott, in deiner Gnade verwandle die Welt”. Dieses Gebet, welches zugleich ein Glaubensbekenntnis ist, hat uns vereint und immer wieder gemeinsam auf Gott ausgerichtet.

Mir ist so die Gnade unserer Berufung zum Gebet für Einheit und Versöhnung deutlich geworden. Durch das gemeinsame Leben und den Gästeempfang sind wir herausgefordert, unsere Unterschiede in Gemeinschaft zu leben und für die Welt in nah und fern offen zu sein. Unsere Berufung führt uns auf den Weg einer tiefgreifenden Aussöhnung mit unserer persönlichen und kollektiven Geschichte und dazu, wesentlich Mensch zu werden. In der Tiefe begegne ich den anderen, die leiden, kämpfen, hoffen und lieben. Von Porto Alegre bleiben mir die vielen durch die gemeinsame Suche nach Gott so spontan möglichen Begegnungen in kostbarer Erinnerung. Welch ein Reichtum! Und es stärkt die Hoffnung, dass der Kampf für eine menschlichere und für alle bewohnbare Welt überall in der Kirche derselbe ist. Leiden kennt keine Grenzen, die Kraft des Lebens ebenso wenig!

Sehr erfreulich ist der durch diese Vollversammlung eingeleitete Prozess, Entscheidungen im Konsens zu treffen. Da gibt es keine Gewinner und Verlierer, sondern ein gemeinsames Suchen nach dem Besten für alle, im Hören auf den Heiligen Geist. Das ist ein wichtiger Wendepunkt auf dem Weg zur Einheit. Diese neue Vorgehensweise ermöglicht einen Schritt vom Wissen um die Unterschiede hin zu der Gemeinschaft in Christus, die stärker ist als alles, was uns unterscheidet und trennt. Nach und nach lässt die Vollversammlung die Ängste vor der Verschiedenheit hinter sich und sucht Wege zu wahrer Gemeinschaft. Ganz deutlich wurde noch einmal die Sünde der Spaltung benannt und die Dringlichkeit der sichtbaren Einheit als Antwort auf die Herausforderungen der Welt: die Globalisierung, die Umweltverschmutzung, die wachsende Verbreitung von Nuklearwaffen und das Problem des Trinkwassers. Dahinter steht das Anliegen, in unserer Welt glaubhaft von Gott Zeugnis abzulegen, von seiner verändernden Lebenskraft und von der Hoffnung, die aus ihr entspringt. In den Gottesdiensten bekannten wir gemeinsam die Irrtümer der Kirchen und unser Angewiesensein auf Vergebung und darauf, vergeben zu können.

Die Notwendigkeit von Spiritualität betonte Samuel Kobia: “Gelebte Spiritualität ist ein entscheidender Beitrag zur Überwindung von Gewalt und zum Aufbau des Friedens. Ich bin überzeugt, dass Gebet und Kontemplation zusammen die grösste Disziplin zur Gewaltüberwindung sind. Das gemeinsame Einüben in diese geistlicheDisziplin ist eine ständige Herausforderung an unsere geschwisterliche Gemeinschaft. Wir sollten dem Einüben in das geistliche Leben mehr Raum geben, damit es unser persönliches und gemeinsames Handeln tragen und gestalten kann… Wenn wir unsere Beziehungsfähigkeit genauer betrachten, wird uns bewusst, dass ethische Herausforderungen eine tiefe geistliche Dimension haben. Umgekehrt gilt das Gleiche. Wir können nicht länger Ethik und Ekklesiologie, die angestrebte Einheit der Kirche und die der Menschheit voneinander trennen. Sie sind eng aufeinander bezogen. Was die Spaltung und Ungleichheit unter uns verstärkt, und was zu Heilung und Versöhnung beiträgt, hat im Grunde eine gemeinsame Mitte… Das beste Mittel, die menschlichen Beziehungen in unserer Umwelt zu fördern, besteht für uns als Kirchen darin, dass wir lernen, die Gaben miteinander zu teilen, die wir von Gott empfangen haben. Zusammenarbeit und interreligiöser Dialog sind unumgänglich, wenn wir dazu beitragen wollen, Gewalt zu überwinden, Frieden zu stiften und dazu zu ermutigen, sich zu versöhnen.”

In Porto Alegre wurde ich in meinen Christsein ermutigt und bestärkt weiter für das LEBEN zu kämpfen, in der Kraft des lebenspendenden Geistes, der die verwandelt, die sich seinem Wirken immer wieder neu aussetzen, oft im Verborgenen und in einem scheinbar unbedeutenden Alltag. Dort jedoch fliesst eine “Quelle, die danach dürstet, getrunken zu werden”: die Vergebung! Und das schenkt wahre Freude!»

Sr. Anne-Emmanuelle


Ein kleiner Rückblick auf das vergangene Jahr:

< Anfang des Jahres waren wir alle gemeinsam in Retraite. In das Thema «Seinoder Existieren» führte uns P. Symeon vom orthodoxen Kloster des Hl. Siluan ein. Darin kommt gut zum Ausdruck, worum es ging: unnötigen Ballast abwerfen und wie Mose vor Dem, der IST, die Schuhe ausziehen, um uns von Ihm berühren und verwandeln zu lassen.

< Der Schwesternrat des vergangenen Sommers bot wieder viel Gelegenheit zu Begegnung und Austausch und stand wie schon im Jahr zuvor nochmals unter dem Thema «Gemeinschaft und Anderssein». Grosse Freude bereitet hat uns die Anwesenheit von Frère François bei der Professfeier von Sr. Birgit und dann kurz nach dem 16. August, dem ersten Todestag von Frère Roger, zu dessen Gedenken wir unser Abendgebet an diesem Tag in besonderer Form gestalteten, der Besuch von Frère Alois und Frère Richard aus Taizé. Unser treuer Freund und Bruder, der Dominikanerpater Franz Müller, begleitete die Retraite beim Schwesternrat.

Durch die Ankunft von Mariane und ihren Eintritt ins Postulat ist zu unser aller Freude und zu der von Sr. Eve-Evelyne der Kongo nun noch stärker unter uns vertreten.

< Das Haus Amandier ist 70 Jahre nach der Einweihung seiner Kapelle in monatelangen Renovierungsarbeiten an der Fassade und am Dach «verjüngt» worden! Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Während dieser Arbeiten, die viel Schmutz und Lärm mit sich brachten, sind unsere älteren Schwestern mit Sr. Mechthild für zwei Wochen in «la Côte-aux Fées» im Jura gewesen. Diese kleine Fraternität auf Zeit war für sie eine beglückende Erfahrung. Eine jede von ihnen konnte zum guten Gelingen einen wertvollen Beitrag leisten.

< Neben den vielen anderen «grossen und runden» Geburtstagen gaben die 90 Jahre von Sr. Danièle Anlass für mehrere Feiern und bescherten ihr zuletzt noch den von ihr langersehnten Flug im Heissluftballon!

< Am 30. April fand anlässlich des 50- jährigen Bestehens des Dritt- rdens-der- Einheit ein Dankfest statt. Dazu kamen Mitglieder des DOE aus der Schweiz, aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Benin. Drei neue Mitglieder wurden definitif aufgenommen: Barbara Kwast aus den Niederlanden, Eva-Marie Gürke aus Riehen (Schweiz) und P. Bernard de Margerie aus Kanada!

< Das Jahrestreffen der Servantes de l’Unité stand unter dem Thema «Unser gottgeweihtes Leben im Dienste der Einheit» und bot Gelegenheit für befruchtenden Austausch zwischen Schwestern und «Servantes».

< Etliche ökumenische Begegnungen und solche von Ordensleuten aus unterschiedlichsten Ländern, sowie die Vollversammlung des ÖRK in Brasilien haben unseren Horizont noch mehr erweitert. Ebenso mehrere «Pilgerwege»:

  • der «Pilgerweg des Vertrauens», das Taizé- Treffen in Mailand, an dem Sr. Lauranne und Sr. Eve-Evelyne teilgenommen haben

  • die Polen-Reise von Sr. Michèle und die Rumänien-Reise von Sr. Minke und Elisabeth Strübin, der ehemaligen Pastorin von Gelterkinden und langjährigen Freundin des Sonnenhofs, mit Besuchen bei Gemeinschaften, Klöstern, Freundinnen und Freunden

  • die 3-wöchige Wanderung von Sr. Irmtraud auf dem Jakobsweg

  • der Aufenthalt einer Gruppe vonNovizinnen in Imshausen und ihr Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Eine für sie sehr bewegende Erfahrung, von der sie uns eindrücklich berichteten.

< Hinzu kamen Einladungen, die wir angenommen haben:

  • auf Einladung von Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter von der lutherischen Kirche in Nordelbien

  • und nach einem positiven Echo auf das Vorjahr

  • haben Sr. Christel und Sr. Sabine in Ratzeburg eine mehrtägige Retraite für Pfarrerinnen und Pfarrer begleitet

  • Sr. Lucie-Martine und Sr. Vreni haben in Lamastre, in Frankreich, einen Retraitetag gestaltet, an dem Personen teilnahmen, die dort einen Beitrag zum Aufbau eines Gäste- und Freizeithauses leisten

  • Sr. Hélène hat sich bereits zum drittenmal in Brüssel an einer ökumenischen Gebets-Präsenz mitten im Regierungsviertel beteiligt.

< Angeregt durch verschiedene Besuche beschäftigten wir uns mit den unterschiedlichsten Themen. Um nur ein paar zu nennen:

  • Dr. Stricker von der Zeitschrift «Glaube in der 2. Welt» und die Realität der Kirchen in Ost-Europa

  • Dina und Nani aus Indonesien und ihr Beitrag zum Wiederaufbau nach dem Tsunami

  • Pastor Njato und seine Familie aus Madagaskar

  • Nara und die «Gemeinschaft des Leidenden Gottesknechts» aus Brasilien

  • Theo Buss, der momentan in Nicaragua arbeitet

  • Pastor Simon Kossi Dossou, Präsident der Methodistischen Kirche im Benin

  • Margareta aus Posznan und ihre Familie

  • Dr. Choffat vom Ärztezentrum «la Corbière» teilte mit uns seine Überlegungen zur Kostenexplosion im Gesundheitssystem. Sehr betroffen gemacht hat uns der Grossbrand in «la Corbière» im vergangenen September. Umso erfreulicher die grosse Solidarität!

< Der Sonnenhof lebt bei allen Veränderungen von der Kontinuität im Wesentlichen: in Gebet und Liturgie und im Empfang der Gäste, die nach Stille und Erholung suchen. Sr. Eva-Maria ist nun die Älteste und die einzige Schweizerin in der Gruppe! Sr. Miriam ist zurück in Grandchamp und Sr. Sabine geniesst wieder das «Baselbiet» und seine Schönheit.

< Seit Februar ist Sr. Ursula bei Sr. Maatje und Sr. Claire-Irène in Ste Elisabeth in Israel. Mit ihnen teilen wir alle das Leiden unserer FreundInnen im Libanon, in Israel und Palästina und all derer, denen der Krieg im Libanon schwer zugesetzt hat.

< Für Sr. Anne-Geneviève und Sr. Renée in Algier war der Aufenthalt von Sr. Vroni, Diakonisse vom Bethesda in Basel, von der methodistischen Kirche, ein grosses Geschenk. Sie hat viel neuen Elan in die evangelische Gemeinde von Algier gebracht. Marie-Laure Ivanov hat für ein paar Monate in Algier im Krankenhaus gearbeitet, das Leben unserer Schwestern geteilt und in dieser Zeit den Islam noch einmal anders als im Irak kennengelernt.

< Flearstift in Woudsend (Niederlande) hat seine 25 Jahre gefeiert! Viele FreundInnen hatten aus Dankbarkeit einen Festtag voller Überraschungen für Maria de Groot und Sr. Christianne vorbereitet.

< Das ganze Jahr über kamen Menschen zu uns, die nach Stille und Erneuerung suchten oder sich vom Glauben her mit gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzten. Auch Gruppen, Retraiten und «Sessions Bethesda» bringen uns immer neu mit den brennenden Fragen unserer Zeit in Berührung.

  • Ein Wochenende für Eltern von Novizinnen bot Gelegenheit für authentische Begegnungen und Gespräche.

  • Mit Freude empfingen wir wieder einmal die Schweizer Gruppe der “Veilleurs”

  • Ein paar Tage “Kloster auf Zeit” erlebten im Juli einige Schüler und eine Schülerin aus Karlsruhe, die sich an unseren Gebeten und der Arbeit beteiligten!

< Die mehr oder weniger langen Aufenthalte von Frauen und Männern, die mit uns leben, beten und arbeiten, erfüllen uns immer neu mit grosser Dankbarkeit: Shawn aus Kanada, Carlo aus Australien, Nina aus Polen, Rita aus dem Libanon, Dina aus Israel und noch viele andere, so wie z.B. Bernard, der regelmässig kommt, um uns mit Arbeiten im «Atelier» zu unterstützen, ebenso unsere Nachbarinnen Sr. Ursula Barthelmey und Frau Wölfli! Mehrere Ordensfrauen aus verschiedenen Gemeinschaften lebten mit uns mit: Kleine Sr. Virginia aus Algerien, Kleine Sr. Lai Fong aus Hongkong, Sr. Aline und Sr. Fernande aus Kanada, Sr. Irena aus Polen und Sr. Veronika von Selbitz, um sich auf ihre neue Aufgabe als Priorin ihrer Kommunität vorzubereiten. Durch die tiefe Verbundenheit im Gebet wächst so über Kontinente, Konfessionen und Kulturen hinweg ein «unsichtbares Kloster»…

< Der regelmässige Kontakt mit verschiedenen Gruppen bereichert uns und lässt einen grossen gegenseitigen Respekt vor unseren Unterschiede wachsen. Dazu Beispiele:

die interreligiösen Treffen inNeuchâtel und der monastische interreligiöse Dialog

die orthodoxe Gemeinde von Neuchâtel: einige ihrer Mitglieder treffen sich regelmässig mit Schwestern zum «Herzensgebet»

die Reformierte Kirche von Neuchâtel: unsere Beteiligung an der Synode; Gebet und Austausch mit den Gemeinderäten über deren Sorge um die Zukunft der Kirche; Kontakte mit den PfarrerInnen, die für die Eucharistiefeiern zu uns kommen.

Prof. Armand Abecassis und die TeilnehmerInnen an seinen Kursen für Schriftauslegung im Sinne des Midrasch

die Kurse von Thérèse Glardonfür biblisches Hebräisch

< In Dankbarer Erinnerung behalten wir die Menschen, die uns nahe standen und die nun im Lichte Gottes sind: Manfred Dörr, Sr. Violette Pointet, Suzanne Hartmann und Hanni Hasler (DOE), Solange Fernex, Murray Rogers… und Dom Fragoso, ehem. Bischof von Krateus (Brasilien), gestorben am 12. August, dem Todestag von Br. Alfredinho († 2000), beides Zeugen eines Lebens in Solidarität mit den Armen.

Im Vertrauen auf den, der kommt, um die Quelle freizulegen und die Menschheit zu befreien, wünschen wir Ihnen frohe Weihnachten und ein gesegnetes Jahr 2007!

Sr. Pierrette und die Schwestern von Grandchamp

 

Auf unserer homepage www.grandchamp.org finden Sie das Jahresprogramm 2007 und die Liste der Lesungen.

 

Communauté de Grandchamp
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