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Frauen im Dienst der Einheit (Servantes de l'Unité)

Wir beten für die sichtbare Einheit der Christen und der Welt,
„damit Gott alles in allem sei“
(1. Korinther 15, 28)

UNSERE BERUFUNG :

In der Nachfolge Christi, bewegt vom Heiligen Geist, wollen wir uns inspirieren lassen vom Vorbild Marias:
Ich bin die Dienerin des Herrn (Lukas 1, 38).

Im Glauben mit Christus verbunden, leben wir integriert in unserem je eigenen Lebensbereich, in der Einsamkeit und Diskretion. Wir versuchen, ein sichtbares Zeichen der Gemeinschaft, der Solidarität und des Friedesn zu setzen für die Kirche, die Menschen und die Schöpfung.

Stille, Gebet und Meditation sind wesentliche Elemente, um nach den drei evangelischen Räten zu leben::
– Ehelosigkeit – Verfügbarkeit,
– Armut – einfaches Leben,
– Gehorsam – mündige Verantwortung Gott gegenüber.

ENTSTEHUNG

Schon in den 50-er Jahren haben einige Frauen mit Mère Geneviève der Communauté de Grandchamp nach einem kontemplativen Leben mitten in der Welt gesucht. Der Text von Frère Roger von Taizé „les Serviteurs de l’Unité“ diente als Leitfaden und wurde sur Regel.

Der ökumenische Gedanke war von Anfang an entscheidend, um Frauen verschiedener Konfessionen und Länder zu vereinen.

ORGANISATION

– Leitung: Eine gewählte Kontaktperson „recueillante“ ist beauftragt, die Einheit der Gruppe im Blick zu haben
Einwöchiges Jahrestreffen
– Austausch in Gruppen
– Regionale oder thematische Treffen
– Rundbriefe
– Die Begleitung durch evangelische und katholische Theologen
– Unsere geistliche Zugehörigkeit zeigt sich in den engen Beziehungen zu den Schwestern von Grandchamp

KOMPASS UND REGEL

Am Anfang steht die Liebe Gottes,
dieser leise, unaufdringliche Ruf,
wie eine Einladung, die darauf wartet, eine Antwort zu bekommen,
eine Einladung, an der Quelle des Lebens deinen Durst zu stillen.
Du hast diesen Ruf gehört, du hast diese Einladung für dich persönlich gehört, als Einladung, dich dem Gebet von Jesus anzuschließen :
„Auf dass sie alle eins seien, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“.
Geh also, du, die du dich berufen fühlst, dein Leben für Gott hinzugeben,
geh, du bist schon unterwegs,
geh mit diesem „geh“, das in der ganzen Bibel wiederklingt.
Jesus geht dir auf diesem Weg voraus.
Er ist an deiner Seite. Von allen Seiten umgibt dich die Zärtlichkeit
und Barmherzigkeit Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Er wird dich stützen, wenn dein Vertrauen oder deine Treueins Wanken geraten.
Vergiss dies niemals, welche Umwege und Abkürzungen auch immer du nehmen möchtest.

Du bist nicht allein auf diesem Weg. Es gibt Menschen, die dir vorausge- gangen sind – Wüstenväter und -mütter, viele Einsiedler, Mönche und Nonnen, Betende aller Zeiten und heute die Schwestern von Grandchamp und die Frauen im Dienst der Einheit. Du bist mit ihnen unterwegs.

Mit ihnen widmest du dich mit deinem Leben dem Dienst für die Einheit und der Versöhnung unter allen Kindern Gottes, diese Einheit und Ver- söhnung für die gesamte Schöpfung und alles, was lebt, Einheit und Ver- söhnung der gesamten Kirche – auf dass sie alle eins seien – ja!

Bete und arbeite damit sein Reich komme
Lass in deinem Tag Arbeit und Ruhe
von Gottes Wort belebt werden

Bewahre in allem die innere Stille
um in Christus zu bleiben

Lass dich durchdringen vom Geist der Seligpreisungen :
Freude, Einfachheit, Barmherzigkeit.

Bete und arbeite, damit sein Reich komme : das ist dein Leben.
Mitten in der Welt, dort wo du dich befindest, dort wo du lebst, in deinem Beruf, an deinem Arbeitsplatz, bei all deinen Tätigkeiten, in deiner Ein- samkeit, in deiner Gemeinde, deiner Kirche, wenn du wahrnimmst, zu- hörst, was um dich herum passiert, bei deinen Freunden, Verwandten und Nachbarn, dort bist du Dienerin der Einheit / „Frau im Dienst der Einheit“ / Servante de l’Unité.
Du wirst Versöhnung wahrnehmen, Gottes Frieden. Dafür im Gebet Dank zu sagen, ist Teil deines Auftrages. Vielleicht wirst du auch mitten in Zwistigkeiten, Streitereien, Spaltungen und sogar in kriegerischen Auseinandersetzungen stehen, auch dort ist der Platz für dein Gebet ; dein Gebet als gewaltfreier Widerstand gegen alle todbringenden Spal- tungen.
So wie Jesus selbst gelebt hat: so klein sein wie der Sauerteig oder ein Weizenkorn ( oder Salz oder Senfkorn) welches den ganzen Teig durch- säuert.

Bete und Arbeite, dass sein Reich komme,
dass die Welt glaubt, dass Gott seinen Sohn geschickt hat.

Das Wort Gottes ist wie eine Quelle, an der du trinken, dich erfrischen, dich freuen, selbst Leben schöpfen kannst – pflege sie. Setze dich still neben sie, höre ihr Rauschen, ja auch ihr Geschrei, wenn sie wie ein rei- ßender Strom wird. Sie ist deine Nahrung in der Stille. Verbinde deine Stimme mit der ihren.

Der Lärm in dir, der Lärm um dich, all das Chaos um dich herum, wie ein Gewitter, ein Unwetter, all diese Stimmen … Bewahre in allem die in- nere Stille, um in Christus zu bleiben. Es hilft dir dabei, «Stop» ! zu sagen, bewusst dich selbst zu unterbrechen, deinen Atem wahrzunehmen, deinen Rhythmus. Das Stundengebet ist dazu da. Vertraue dich den Hän- den Gottes an, am Morgen, Mittag und Abend. Es sind die großen Stun- den der gesamten Schöpfung- die Morgendämmerung, der Mittag und der Beginn der Nacht und auch die Zeiten, in denen du dich mit dem Gebet aller Beterinnen und Beter aller Zeiten verbindest.
Aber auch zwischendurch kannst du innehalten, hier und jetzt, da, wo du bist, im Bus, deinem Büro, an deinem Computer, vor deinen Koch- töpfen. „Dios anda tambien entre pucheros.“ Gott kommt auch in unsere Küchen, sagte schon die Heilige Theresa von Avila.
Es ist immer der richtige Zeitpunkt, Dank zu sagen und Gott um seinen Geist zu bitten, um mit Christus verbunden zu sein ; die Liebe – Christus der Herr, gekreuzigt und auferstanden, der in die Welt kam und in ihr gelebt hat, um alle Kinder Gottes zu versöhnen und in einem Leib zu ver- sammeln. Er lehrte, heilte, tröstete, stillte den Hunger und Durst, richtete auf, löste Zungen, öffnete Augen und Ohren. Aber man hat ihn nicht ver- standen, wollte ihn nicht.
Auf diesem Weg geht er dir voraus und begleitet dich ; nein, du bist nicht allein. Du kannst weitergehen !

In Christus bist du nicht allein und wirst es auch nie sein; du bist mit den anderen Freunden Jesu verbunden. Das ist die Kirche, der Leib Christi, das Volk Gottes, belebt durch den Heiligen Geist und die Eucharistie. Gemeinschaft. Auf der Erde, noch nicht wie im Himmel! Die Kirche vor Ort ist noch nicht das Reich Gottes in seiner Vollendung, ihre Mission ist die Verkündigung des Evangeliums.
Auch hier hast du deinen Platz, durch deine Taufe.
Du stellst dich zur Verfügung, in einem schlichten, unauffälligen Leben, in deiner selbst gewählten Ehelosigkeit, deiner Einsamkeit. Verborgen in Christus und offen bezeugt, wenn es auf die eine oder andere Art gut ist.
Einfacher Sauerteig im Teig, aber wie wertvoll, lass dich durchdringen von Freude, Einfachheit und Barmherzigkeit. Dabei wird sichtbar wer- den, was in dir im Werden und Wachsen ist. Und du weißt dich versöhnt mit Gott, deinem Nächsten und dir selbst.
Ja,

Lass dich durchdringen vom Geist der Seligpreisungen : Freude, Einfachheit, Barmherzigkeit.

Dies ist es, was du erhältst und weitergeben kannst.
Sieh dir auch die Ikone der Trinität an : die Freundschaft, die Gemeinschaft zwischen den drei Personen: Es lassen sich in ihrer Mitte zwei betende Hände oder eine Schale erkennen. Sie sind zum Himmel geöffnet, um diese Gaben zu empfangen.

Lass dich von dieser Ikone betrachten …
Und dein Herz wird sich ganz öffnen, um das Leben zu empfangen und hinzugeben.
SOLI DEO GLORIA

 

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